Nahversorgung

Zielsetzung
Nahversorgung sichert Lebensqualität. Sie trägt wesentlich zur Werterhaltung des lokalen Umfeldes bei und stärkt regionale Wirtschaftskreisläufe. Diese positiven Effekte sind gerade in Regionen, in denen die Nahversorgung gefährdet oder nicht mehr vorhanden ist, von besonderer Bedeutung.

Ziel der Förderung ist es daher, durch die Unterstützung von Nahversorgungsbetrieben einen Beitrag zur Sicherung, Verbesserung und Attraktivierung der lokalen und regionalen Versorgung der Bevölkerung im Burgenland zu leisten und Arbeitsplätze in den Unternehmen der Förderungswerberinnen und Förderungswerber zu erhalten oder zu schaffen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Kleinst- und Kleinunternehmen im Burgenland zu stärken.

Wer wird gefördert
Natürliche oder juristische Personen oder eingetragene Personengesellschaften deren Betriebsstätte, die gefördert werden soll, sich im Burgenland befindet.

Förderwerber können kleinste und kleine Unternehmen sein, die in einer der nachfolgenden Branche tätig sind:

  • Gemischtwarenhandel (wobei das Angebot in den Verkaufsläden ein nahezu Lebensmittelvollsortiment umfasst)
  • Buschenschankbetriebe aus der Fachgruppe Gastronomie: Buschenschank im Rahmen eines freien Gewerbes (ohne Befähigungsnachweis)

Was wird gefördert

  • Bau- und Einrichtungsinvestitionen (z. B. Verkaufsräume, Zubau, Neubau)
  • Betriebs- und Geschäftsausstattung (z. B. Verkaufspult, Regale, Anschaffung mobiler Verkaufsläden exkl. Trägerfahrzeug)
  • Maschinelle Ausstattung (z. B. Kühlvitrinen, Schneidmaschinen)
  • Betriebsnotwendige IT-Hardware und -Software

Nicht gefördert werden u.a. Kosten für den Kauf von Grundstücken und Baulichkeiten, der Erwerb von gebrauchten Wirtschaftsgütern, der Kauf von Fahrzeugen, laufende Betriebsausgaben, Ersatzinvestitionen, Reparatur und Instandhaltungsmaßnahmen.

Weiters sind Rechnungen mit einem Nettobetrag von unter € 50,00 nicht förderfähig.

Wie wird gefördert
Die Förderung erfolgt in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses iHv. 40% der förderbaren Kosten.

Die anerkennbaren förderbaren Kosten müssen mindestens € 10.000,00 Euro betragen.  Die Obergrenze der anerkennbaren Kosten beträgt  € 100.000,00. Pro Kalenderjahr und Förderungswerber kann ein Antrag gestellt werden.

Bei der Sonderrichtlinie handelt es sich um eine De-minimis-Beihilfe (Verordnung Nr. 1407/2013).

Ausschlusskriterien
Jedenfalls von einer Förderung ausgeschlossen sind:

Projekte, mit deren Arbeiten vor Einbringung des Förderantrages bei der Wirtschaft Burgenland GmbH begonnen wurde. Als Beginn der Arbeiten gilt entweder der Beginn der  Bauarbeiten, die erste rechtsverbindliche Verpflichtung zur  Bestellung der Ausrüstung oder eine andere Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht, wobei der früheste der angeführten Zeitpunkte maßgeblich ist.


Einreichung
Das entsprechende Antragsformular (siehe Downloads) ist vor Beginn der Arbeiten bei der WiBuG, 7000 Eisenstadt, Technologiezentrum, einzubringen.

Ablauf
Förderungsanträge können laufend eingebracht werden. Die Abwicklung erfolgt im Blockverfahren, dh es werden Stichtage bekanntgegeben, die das jeweilige Blockverfahren beenden. Mit Ende des Blockverfahrens werden alle vollständigen Anträge bewertet und einem Auswahlverfahren zugeführt. Anträge, die zum Stichtagsende des Blocks nicht vollständig sind, können bis zum nächsten Stichtag vervollständigt werden.

Die Veröffentlichung von Stichtagen/Blocks kann über nachfolgenden Link abgerufen werden:
www.burgenland.at/natur-umwelt-agrar/foerderungen/veroeffentlichungen-stichtage-und-aufrufe-calls-landesfoerderstellen/

Downloads:
Antragsformular (samt Verpflichtungserklärung und de-minimis Erklärung)
Richtlinie
Vorhabensdatenblatt
Evaluierungsdatenblatt
Lebensmittelvollsortiment
Gemeindebestätigung
Vorschaurechnung

zurück zur Übersicht